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Deshalb ist Jacquard das perfekte Material für Unterwäsche

Jacquard verleiht jedem Wäschestück Eleganz und wird nie unmodern. Das Material ist heute noch genauso attraktiv wie vor vielen hundert Jahren als sich es sich nur die Allerreichesten leisten konnten. Heute schauen wir uns genauer an, warum dieses luxuriöse, ikonische Material so einzigartig ist und warum es sich immer lohnt, Stücke aus Jacquard in der Wäscheschublade zu haben.

Jacquard gibt es seit mehreren hundert Jahren, aber vor 200 Jahren revolutionierte es die gesamte Textilindustrie. Jacquard hat einen breiten Einsatzbereich: von teuren Möbelstoffen und Tischdecken bis zu antiken Gobelintapeten in Schlössern und Burgen, von eleganten Kleidern und Mänteln bis zu gestrickten Kleidungsstücken und exklusiver Unterwäsche. Aber was genau ist Jacquard eigentlich und wie kommt es, dass es das Material in so vielen Varianten gibt, die in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden? Nachfolgend bringen wir Licht ins Dunkel.

Jacquard kann unterschiedliche Muster haben und ganz unterschiedlich aussehen. Hier ist ein einfarbiger Jacquard in frechem Tiermuster abgebildet, das diesem BH einen frischen und etwas sportlichen Look verleiht. Hier finden Sie mehr Information über diesen BH.

WAS IST JACQUARD?
Jacquardstoffe sind immer gemustert. Was Jacquard von anderen, gemusterten Stoffen unterscheidet, ist, wie das Muster entsteht. Ein Jacquardmuster wird nicht aufgedruckt, sondern eingewebt. Jacquard ist also ganz einfach eine Technik und kann aus praktisch jedem Garn hergestellt werden wie z. B. Baumwolle, Seide, Polyester und Acryl.

Wir fragten Anne Nero, Schnittkonstrukteurin und Unterwäschedesignerin bei Miss Mary of Sweden, was Jacquard so einzigartig macht. Anne kann auf 30 Jahre Erfahrung bei der Fertigung von Damenwäsche zurückblicken und hat bei mehreren, führenden skandinavischen Marken gearbeitet. Bei Miss Mary ist sie seit acht Jahren und für mehrere unserer Bestseller verantwortlich.

„Jacquard ist elegant und attraktiv und verleiht jedem Wäschestück etwas Besonderes“

Anne Nero, Designerin und Schnittkonstrukteurin

„Jacquard ist elegant und attraktiv und verleiht jedem Wäschestück etwas Besonderes“, erklärt Anne. „Wenn man Unterwäsche entwirft, kombiniert man häufig mindestens zwei Materialien in einem Wäschestück, bei einem BH sogar noch mehr. Wenn man ein gemustertes Material einsetzen möchte, gibt es viele Techniken, Stoffe mit Muster zu versehen: es kann gedruckt, gestanzt oder gepresst werden, aber nur weniges verleiht dem Muster eine solche Eleganz, wie wenn es wie beim Jacquard gewebt oder gestrickt wird.“

GEWEBTE MUSTER IM VERGLEICH ZU GEDRUCKTEN
Einer der größten Vorteile von Jacquard liegt darin, dass das Muster in den Stoff eingewebt ist, d. h., es kann nicht ausbleichen oder verschwinden. Bei bedruckten Stoffen bleicht das Muster nach vielen Wäschen und häufigem Tragen oft aus. Wurde Farbe auf eine fertige Meterware gedruckt, hat sie häufig die Tendenz, zu „reißen“, falls der Stoff elastisch ist und gedehnt wird. Außerdem ist das Muster meist nur auf der einen Stoffseite aufgedruckt. Bei der Herstellung von Jacquard wird bereits eingefärbtes Garn verwendet, wodurch der Stoff farb- und musterbeständig ist.

„Das Muster auf Ihrer Jacquardwäsche verschwindet nie“

Jacquard kann mit Garnen in unterschiedlichen Farben gewebt werden, die ein Muster bilden oder mit nur einer Farbe, wobei das Muster „plastisch“ wird. Beispiele hierfür sehen Sie auf der nachfolgenden Abbildung. Dieser Stoff ist ein gestrickter Jacquard, den wir für unser Model Hold Me body verwenden.


 

Jacquard kann praktisch in jedem beliebigen Muster gewebt werden. Angefangen von einfachen, geometrischen Mustern wie z. B. Streifen oder Karos, bis zu extrem komplizierten Motiven wie bei diesem antiken Damastgewebe aus dem 15. Jahrhundert, das auf der Abbildung zu sehen ist. Die Variationen sind unendlich, und die Fantasie (und der Preis), ist das Einzige, das Grenzen setzt..

„Nur die Allerreichesten in der Gesellschaft konnten sich Jacquard leisten“


Jacquard kann in extrem komplexen Mustern gewebt werden wie hier bei diesem italienischen Damastgewebe aus dem 15. Jahrhundert. Abbildung aus dem Buch K.F. Koehlers Antiquarium von Alexander Speltz

WIE EIN WEBER AUS LYON EINE GANZE INDUSTRIE REVOLUTIONIERTE
Früher war das Weben von Damast, Brokat und anderen Jacquardgeweben sehr kompliziert. Um diese Art von komplexen Mustern umzusetzen, benötigte der Weber die Unterstützung zahlreicher Helfer, die die einzelnen Kettfäden mit der Hand nach einem im Vorfeld genau ausgerechneten Plan hochzogen.

In China wurden enorme Webstühle mit zwei Ebenen verwendet, bei denen die Helfer auf der oberen Ebene saßen und die Kettfäden hochzogen, um das Muster zu bilden. Verständlicherweise waren diese Stoffe sehr teuer und wertvoll. Nur die Allerreichesten in der Gesellschaft konnten sie sich leisten.

„Ein Weber aus Lyon revolutionierte die Textilindustrie“

Anfang des 19. Jahrhunderts veränderte sich jedoch alles! Der Weber Joseph-Marie Jacquard (1752–1834) aus der französischen Stadt Lyon, die für ihre Seidenwebereien bekannt ist, erfand einen ganz neuen Typ von Webstuhl, der heute als Jacquardwebstuhl bekannt ist. Seine Erfindung trug dazu bei, dass man sehr komplizierte Muster deutlich einfacher und wesentlich schneller weben konnte als zuvor, und es waren nicht länger Helfer erforderlich, die die Kettfäden hochzogen.

Der Jacquardwebstuhl nutzte Lochkarten, ähnlich denen, die bei Stempelkarten verwendet wurden. Dank dieser Technik mit Lochkarten konnte der Webstuhl im Vorfeld „programmiert“ werden, um ein bestimmtes Muster zu weben. Dies ist eines der ersten Beispiele einer Codierung, lange vor dem ersten Computer. Jacquards Erfindung wurde in der Textilindustrie schnell zu einem enormen Erfolg. Nur 20 Jahre später gab es allein in den Webereien in Lyon ca. 10.000 Jacquardwebstühle. 

In dem nachfolgenden Video vom Victoria & Alberts Museum können Sie sehen, wie der Jacquardwebstuhl mit Lochkarte funktioniert.

JACQUARD FÜR UNTERWÄSCHE
Die ursprüngliche Webtechnik mit Lochkarte ließ sich auch erfolgreich auf Strickmaschinen übertragen. Jacquardstrick ist heute in vielen unterschiedlichen Qualitäten erhältlich und wird zur Fertigung von Kleidern und Pullovern bis hin zu BHs und Unterwäsche verwendet. Selbst mit der computergestützten Technik von heute ist die Herstellung von Jacquard immer noch zeitaufwendig. Beispielsweise dauert es länger, eine in Jacquardmuster gestrickte Spitze herzustellen als eine herkömmliche. Dies ist der Grund, weshalb Jacquard vor allem bei exklusiveren Kleidungsstücken und Marken verwendet wird.

 

„Jacquardstrick passt sich an die Körperform an und ist perfekt für Unterwäsche“


Der Body Hold Me ist aus Jacquardstrick mit Blattmuster und floraler Spitze gefertigt.

Der für den oben abgebildeten Hold Me body verwendete Jacquard hat ein weißes, monochromes Blattmuster, bei dem zwei unterschiedliche Garne verwendet wurden, die den plastischen Mustereffekt bilden. Die Mischung aus Spitze und einem herkömmlichen, glatten Stoff verleiht dem Stück eine exklusive Eleganz. Dies ist eines der vielen Wäschestücke, bei denen Anne Nero mitgewirkt hat.

Sie experimentiert gerne mit unterschiedlichen Typen von Material und arbeitet häufig mit Jacquard, nicht zuletzt wegen dessen Vielseitigkeit und seiner hohen Qualität.

„Die Schalen eines BHs oder Bodys oder Details einer Miederhose erhalten durch Jacquardspitze einen besonders eleganten Touch. Die Spitze kann sehr unterschiedlich aussehen. Jacquard ist grundsätzlich sehr robust. Die Qualität ist ausgezeichnet und lohnt sich, da das Material auf die Dauer sehr haltbar ist“, erklärt Anne.

Da Slips, Miederhosen, BHs und Bodys die Kleidungsstücke in unserer Garderobe sind, die am häufigsten gewaschen werden, sind sie hohem Verschleiß ausgesetzt. Da aber das Jacquardmuster nicht verschwindet oder ausbleicht, sieht Ihre Wäsche viel länger wie neu aus.


Miss Marys Jacquard & Lace bei dem wir Jacquardstrick mit Tiermuster mit floraler Spitze kombiniert haben. Die Jacquardspitze erkennt man daran, dass Vorder- und Rückseite gleich aussehen, bei „herkömmlicher“ Spitze sieht die Rückseite anders aus.

Unterwäsche in Jacquard zeichnet sich durch ihre dezente Exklusivität aus. Das Material wird als luxuriös erlebt, sowohl im Hinblick auf Tragekomfort als auch optisch. Die einzigartige Musterqualität und das Tragegefühl sorgen dafür, dass Jacquard sich von anderen Materialien unterscheidet und immer im Trend liegt. Das Material ist heute noch genauso aktuell wie vor 200 Jahren – im Gegensatz zu damals können es sich jedoch heute nicht nur Wohlhabende leisten. Sie werden an Ihrer Wäsche aus Jacquard viele Jahre Freude haben. Es lohnt sich, auf Qualität zu setzen und mit Jacquard liegen Sie immer richtig.

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